Dr. med.
Bernadette Schmitt
Meerwiesertalweg 25l
66123 Saarbrücken
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Glossar
 
Homöopathie
  Klassische Homöopathie
Begründer der Homöopathie war der Arzt- Dr. med. Samuel Hahnemann (1755-1843) – und in unseren Nachbarländern Frankreich, Österreich und der Schweiz sind die „Homöopathen“ alle approbierte Ärzte und keine Heilpraktiker.
  Das Grundprinzip der Homöopathie beruht auf dem Ähnlichkeitsgesetz und der Arzneimittelprüfung.
Die Homöopathie behandelt nicht einzelne Krankheitssymptome, sondern den betroffenen Menschen in seiner Gesamtheit. Vorraussetzung dafür ist die Kenntnis der Gesamtheit aller vorliegenden Symptome. Eine homöopathische Anamnese (= Erhebung der Krankheitsgeschichte) nimmt daher viel Zeit in Anspruch. Danach erhält der Patient sein ganz persönliches Arzneimittel, das nur für ihn in seiner jetzigen speziellen Situation ermittelt wurde.
  Die so genannte „Komplexmittel-Homöopathie“, bei der unzählige homöopathische Arzneimittel nach schulmedizinischen Diagnosen zusammengemischt werden, hat mit klassischer Homöopathie nichts zu tun. Die vielen für den Fall nicht passenden Arzneimittel können bei Dauergabe wie in einer Arzneimittelprüfung (s.o.) neue Symptome hervorrufen und es ist schwierig zu unterscheiden, welche Symptome zur Krankheit gehören und welche durch unnötige und deshalb falsche Mittel erzeugt wurden.
  Die homöopathische „Hochpotenz“ enthält keine chemischen Inhaltstoffe, sondern eine hochspezifische Information für den in seiner Reaktionskraft gestörten Körper. Es wird nur dann eine Reaktion in Gang bringen, wenn es auf den passenden Empfänger trifft.
  ¼ Stunde vor und nach der Einnahme der homöopathischen Arznei sollten sie nichts in den Mund bringen, damit die Informationsübertragung ungestört erfolgen kann (nichts essen, nichts trinken, nicht rauchen, nicht die Zähne putzen).
Wichtigster Hinweis auf die Heilwirkung ist eine Verbesserung der Stimmung, selbst wenn körperliche Symptome (Hautausschläge, Schmerzen, Ausfluss usw.) zunächst verstärkt in Erscheinung treten sollten. Auch beim „Großreinemachen“ zu Hause herrscht vorübergehend größere Unordnung als vor Beginn der Säuberungsaktion. Eine Verbesserung örtlicher Symptome bei Verschlechterung des seelischen Wohlbefindens ist jedoch ein Alarmsignal. In einem solchen Fall sollten Sie mich unverzüglich benachrichtigen.
 
  Ähnlichkeitsgesetz:
  eine Krankheit kann durch dasjenige Arzneimittel geheilt werden, welches bei gesunden Versuchspersonen bei Dauergabe (= Arzneimittelprüfung) ähnliche Symptome erzeugt, wie sie bei der vorliegenden Krankheit bestehen. Je mehr Symptome übereinstimmen, desto sicherer ist die Heilungsaussicht.
 
  Arzneimittelbild:
  Die Gesamtheit der Symptome welches durch die Arzneimittelprüfung an gesunden Personen erzeugt wurde. Es umfasst alle Bereiche der Person wie Stimmung, Schlaf, Appetit, Temperaturempfindung, Schmerzen, Hautausschläge und vieles mehr.

Erstreaktion:
Kurzdauernde Verstärkung bestehender Symptome klingt von alleine ab und ist im Gegensatz zur Nebenwirkung eines chemischen bei Wiederholung in der Tendenz abnehmend.
   
Nebenwirkung:

 

Auftreten neuer, krankheitsunabhängiger Symptome, oft Gegentherapie notwendig, bei Wiederholung gleiche oder schlimmere Reaktion.
 
 
Traditionelle Chinesische Medizin

Die TCM ist ein diagnostisches und therapeutisches System. Es beruht im Gegensatz zum westlichen kausal-analytischen System mit quantitativer Befunderfassung auf einem induktiv-synthetischen Wissenschaftsansatz mit qualitativer Befunderhebung. Das diagnostische System der TCM ermöglicht, einen funktionellen Status, eine Systematik der Befindlichkeit bereits vor der Fixierung als morphologischen Befund zu erheben. Die TCM ist somit eine Medizin der Befindlichkeit, die für jeden Menschen einen innewohnenden Sinn und eine innere Sollbefindlichkeit postuliert. Die diagnostische Methoden (spezielle Anamnese, Puls- und Zungendiagnose) erlauben zu jeden Zeitpunkt eine Diagnose des vegetativen Reaktionslage der betreffenden Person.
Daher ist die Chinesische Medizin der Westlichen besonders in den Bereichen überlegen, in denen Diagnosen anhand messbarer = quantitativer Daten nicht erhoben werden können. (Krankheiten " ohne Befund" )
Diagnose und Therapie gründen sich auf YIN, YANG und die 5 WANDLUNGSPHASEN als " Maßeinheiten der TCM" , welche den Regulationszustand des Körpers beschreiben und eine Systematik der vegetativen
Funktionslage erlauben.
YIN und YANG sind 2 Aspekte eines einzigen Sinnzusammenhangs und sind ein universelles System zur Beschreibung funktioneller Gleichgewichte.
Das YIN bezeichnet den stofflichen Aspekt, das Organ an sich (Substanz)
Das YANG bezeichnet den aktiven Aspekt, die Funktionsäußerung des Organs (Entfaltung)
  WANDLUNGSPHASEN sind Abschnitte (Phasen), die als Teile eines Regelkreises beschreiben, wo ein Mensch in Bezug auf seinen Sollwert steht.
  HOLZ
  bedeutet Bereitstellung von energetischem Potential
  FEUER
  Verbrauch des bereitgestellten Potentials durch Funktion
  ERDE
  bedeutet Erreichen des Ziels des Ablaufs (Sollwert)
  METALL
  Absinken des energetischen Potentials nach dem Ziel bis zu einem Minimum, Wende und Rhythmus
  WASSER
  Regeneration des Potentials zum Neubeginn des Ablaufs.
   
  FUNKTIONSKREISE sind konkrete Manifestationen der Wandlungsphasen, sie beschreiben eine Gruppe funktioneller Zusammenhänge des Körpers mit einem " Organ" .
 
  QI ist eine nicht stoffliche Energie (im physikal. Sinne die Bereitschaft Arbeit zu leisten) mit bestimmten Eigenschaften und einer definierten Wirkrichtung. Eine Wirkkraft (YANG), die wir nur durch ihre Einwirkung auf Strukturen oder Körper (YIN) erfahren können. Energiequellen sind " Himmels" QI (Atmung / Lunge /cave: an haltender Kummer), " Nahrungs" QI (Ernährung / " Mitte" / cave: Diätfehler, Überarbeitung, Grübeln) und " Erb" QI (Konstitutionsreserve / Niere / cave: Nulldiät)
 
  XUE ist das stoffliche Komplement zum QI, im weiteren Sinne alle bewegten Flüssigkeiten des Körpers insbesondere Blut XUE. XUE fließt in den Leitbahnen mit dem QI. Funktionen des XUE: (Wärmen, Wurzel des QI, nährt:, bildet die AKTIVEN SÄFTE (Sekrete) und PASSIVEN SÄFTE (Gelenkschmiere)
   
 
Nach chinesischer Vorstellung entstehen Krankheiten durch eine Störung im harmonischen Fluss der Lebensenergie QI durch " pathogene Faktoren" , AGENTIEN, wobei die Störung sowohl äußere als auch innere (Emotionen) Ursachen haben kann.
Innere Auslöser sind emotionale Faktoren wie Ärger, Ohnmachtszorn (IRA), Exzesse des Gefühls (VOLUPTAS), Grübeln (COGITATIO), Trauer (MAEROR) sowie Angst und Furcht ( PAVOR und TIMOR). Zu den äußeren Krankheitsauslösern gehören WIND, ZUGLUFT (VENTUS), HITZE (ARDOR, AESTUS), FEUCHTIGKEIT (HUMOR und PITUITA), TROCKENHEIT (ARIDITAS) und KÄLTE (ALGOR).
Auch Unfälle, Vergiftungen oder Diätfehler können als " neutrale" Auslöser den harmonischen QI-Fluss beeinträchtigen.
 
Die Behandlung mit innerer Behandlung durch Diät, Arzneitherapie (Abkochungen, Pulver, Pillen) und äußerer Therapie durch Akupunktur (Nadeln, Laser) Moxibustion, Schröpfen, Tuina (chinesische manuelle Medizin) oder Qi Gong versucht Dysbalancen auszugleichen und die Harmonie im Fluss des QI wiederherzustellen
  In China macht die Akupunktur nur 25% der Behandlung aus, der Hauptteil der Therapie erfolgt durch Arzneitherapie und Diät. Wird die Akupunktur als einzige Behandlungsmaßnahme angewandt und dabei die Regeln der TCM nicht beachtet, wird verständlich, warum die Akupunktur, so wie sie leider manchmal bei uns praktiziert wird, in vielen Fällen nicht hilft.
 
Moxibustion
  Erwärmung von Akupunkturpunkten durch Abrennen von MOXA (chinesischem Beifußkraut)
  Feuernadel: Ein Moxakegel wird auf eine Stahlnadel aufgesetzt
Moxazigarre: Erwärmen des Bezirks durch kreisende Bewegungen mit einer Zigarre aus Moxakraut
Mini - Moxa : höchstens reiskorngroße Stäbchen, die direkt auf der Haut aufgebracht werden.
 
Arzneitherapie (Chinesische und japanische Kampo-Medizin)
 
Die Arzneitherapie erfolgt nach spezifischer Diagnose durch Anpassung klassischer Rezepte auf die persönliche Reaktionslage des Patienten. Die Arzneien bestehen überwiegend aus pflanzlichen Bestandteilen (Wurzeln, Blättern, Blüten, Samen). Die Rezepturen werden als Abkochung, Honigpillen oder Pulver verabreicht. Bei korrekter Verordnung und Bezug aus einer deutschen Apotheke (Kontrolle der Schadstoffbelastung, Identitätskontrolle) ist die Arzneitherapie verträglich und nebenwirkungsarm.
 
Akupunktur
 
Die Akupunktur ist eine Methode, mit der biologische Informationssysteme reguliert werden können. Im Gegensatz zur Chinesischen Akupunktur, bei der zum Teil sehr drastische und schmerzhafte Manipulationen der Nadeln durchgeführt werden, ist die japanische Akupunktur vergleichsweise sanft. Optimale Wirkungen sind mit wenigen ganz oberflächlich gesetzten dünnen Akupunkturnadeln möglich.
Dies deckt sich mit der in der westlichen Regulationstherapie geltenden „biologische Reizregel“ von Arndt und Schulz. Siehe dort
  Akupunkturpunkte
Sind „Öffnungen“ der Körperoberfläche über die eine Regulation der vegetativen Funktionslage möglich ist
  Leitbahnen (Meridiane)
Sind gedachte Verbindungen zwischen Akupunkturpunkten gleicher therapeutischer Richtung. In ihnen fließt die physiologische Energie QI vergleichbar mit den auf ihren Bahnen kreisenden Planeten, gemeinsam mit den XUE.
 
Bauchdeckendiagnose (Haradiagnose)
 
Die Bauchdecke ist unterteilt in bestimmte Organzuordnungen (Areale)
Das Tasten dieser diagnostischen Areale erfolgt oberflächlich und ist keine Untersuchung der inneren Organe im westlichen Sinne. Der Befund (fest, weich, verquollen…) lässt Rückschlüsse auf die energetische Funktionslage der betreffenden Areale und ihrer zugeordneten Organsysteme zu.
 
Pulsdiagnose
  Die Pulstastung erfolgt immer an beiden Handgelenken und erlaubt eine differenzierte Bestimmung des vegetativen Reaktionslage der einzelnen Funktionskreise (Organsysteme)
 
 
Sonstiges
 
Neuraltherapie nach Huneke
 
Die Neuraltherapie arbeitet mit Injektion des Lokalanästhetikums Procain zu therapeutischen Zwecken. Die Wirkung beruht dabei nicht auf der pharmakologischen Wirkung des Lokalanästhetikums im Sinne einer Regulations- und Umstimmungstherapie.
 

Indikationen für die Neuraltherapie: akute Schmerz- und Entzündungszustände
Tumorleiden (adjuvante Schmerztherapie)
Chronische Erkrankungen bei Verdacht auf Störfeldgeschehen

 

Sekundenphänomen: Jede Krankheit kann störfeldbedingt sein, jede stelle des Körpers kann zum Störfeld werden Die Procaininjektion in das schuldige Störfeld heilt die störfeldbedingten Krankheiten soweit das anatomisch möglich ist, über das Sekundenphänomen (Heilung im Augenblick der Injektion)

 

Techniken: Quaddeln, intravenöse oder intraarterielle Injektion, Triggerpunktinjektion, Injektion an Ganglien oder periphere Nerven

 
 
Ernährungstherapie
 
Ernährungstherapie nach TCM
 

Nahrungsmittel (und Arzneimittel) werden charakterisiert nach
Temperaturverhalten (NATURA) = Wirkung auf den Körper:( kühlend + aufbauend, neutral, wärmend + aktivierend
sie ist bestimmt durch Ausgangssubstanz sowie Zubereitung / Verarbeitung / Lagerung) sowie den Geschmack (SAPOR).

  SAUER: Adstringierend, zusammenziehend, stopfend, Säfte erhaltend
" Sauer macht lustig" Zitrone, Essig, Pro: Leber, Wandlungsphase HOLZ, grün
 
BITTER: Absenkend, kühlend, klärend, trocknend, entgiftend
" Das ist bitter" ernüchternd Bitterliköre, Löwenzahn Pro: Herz, Wandlungsphase FEUER, rot
 
SÜSS: Befeuchtet, bildet Säfte, Cave: bei Übermaß " Schleim" Harmonisiert und entgiftet, Psyche Honig,Zucker, Getreide, FrüchtePro: " Mitte" , Wandlungsphase ERDE, gelb
  NEUTRAL: Flüssigkeitshaushalt regulierend
  SCHARF: Aktivierend, auch Psyche, öffnet die Oberfläche, Schweiß
" scharf machen" Ingwer, Rettich
Pro: Lunge, Wandlungsphase METALL, weiß
  SALZIG: Säfte erzeugend, " hygroskopisch" sammelnd und haltend, regenerierend
" Das Salz der Erde" Austern, Kaviar
  Pro: Niere, Wandlungsphase WASSER, schwarz
  Dauerhaft falsche Ernährung führt zur Dekompensation der Mitte durch SCHLEIM / HEIßEN SCHLEIM (HUMOR / PITUITA) oft in Kombination mit SÄFTEMANGEL. Folge: Leistungsknick, Müdigkeit bes. nach einer Mahlzeit, Entscheidungsfähigkeit nimmt ab!!